Nase und Zunge

Mit dem Geruchssinn unterscheiden wir tausende Düfte und bewerten Geruchsstoffe in der Luft. Beispielsweise können wir dadurch Nahrung vor der Aufnahme überprüfen und Gefahren erkennen. Auf der Zunge befindet sich der Geschmackssinn, der eng mit dem Geruchssinn verbunden ist.

Arbeitsmittel

Geruchssinn

Bei der Atmung über die Nase wird die Luft erwärmt, gefiltert und angefeuchtet. Außerdem können wir dabei in der Luft enthaltene Geruchsstoffe wahrnehmen. Beim Einatmen strömt die Luft durch die Nasenöffnung und die Nasenhöhle. Im oberen Bereich der Nasenhöhle liegt die Riechschleimhaut mit den Riechzellen. Die Geruchsstoffe lösen an den Riechzellen einen Reiz aus, dessen Signal über den Riechkolben und die Riechnerven zum Gehirn geleitet wird. Für die Wahrnehmung der Geruchsstoffe enthält die Riechschleimhaut über zehn Millionen Riechzellen.

    Abb. 1
    Probier’s mal!

    Trotz unseres feinen Geruchssinns verlassen wir uns beispielsweise beim Erkennen und Bewerten von Lebensmitteln oft eher auf unsere Augen. Versuche, mit verbundenen Augen Lebensmittel nur an ihrem Geruch zu erkennen! Deine Eltern oder Geschwister können dir verschiedene Kräuter und Gewürze reichen und du rätst am Geruch, um welche es sich handelt.

    Geschmackssinn

    Wie der Geruchssinn hilft uns auch der Geschmackssinn, Speisen zu erkennen und zu bewerten. So können wir beispielsweise wahrnehmen, ob ein Lebensmittel bereits verdorben ist. Unsere Zunge kann aber auch erkennen, wie sich ein Lebensmittel anfühlt. Wenn du deine Zunge mit einem Spiegel genauer betrachtest, erkennst du, dass ihre Oberfläche aus winzigen Erhebungen besteht. Daher fühlt sie sich rau an.

    Diese winzigen Erhebungen auf der Oberfläche der Zunge nennt man Geschmackspapillen. In den Papillen befinden sich Geschmacksknospen, die aus hunderten Sinneszellen (Geschmackszellen) bestehen. Die Geschmackszellen erkennen Geschmacksstoffe und leiten die Informationen über Nervenbahnen an das Gehirn weiter. Durch die Vermischung von Nahrungsbestandteilen mit Speichel gelangen die Geschmacksstoffe zu den Geschmackszellen. Geschmacksknospen gibt es nicht nur auf der Zunge, sondern zum Beispiel auch in der Mundschleimhaut und in der oberen Speiseröhre.

    Der Geschmackssinn: Zunge, Papillen und Geschmacksknospen

    Die Sinneszellen in den Geschmacksknospen reagieren auf die unterschiedlichen Geschmacksqualitäten. Man unterscheidet süß, sauer, salzig, bitter und umami. Darüber hinaus werden weitere Geschmacksqualitäten (z. B. fettig) diskutiert, die entsprechenden Sinneszellen dazu konnten aber noch nicht nachgewiesen werden.

    Im Alter verändert sich bei vielen Menschen das Geschmacksempfinden, weil die Zahl der Geschmacksknospen abnimmt. Aber auch die Lebensweise spielt eine wichtige Rolle. Das Rauchen von Zigaretten zum Beispiel führt zu einer Veränderung der Geschmackszellen und damit zu einer Verringerung des Geschmackssinns.

    Probier’s mal!

    Teste deinen Geschmackssinn, indem du versuchst, mit verbundenen Augen Lebensmittel nur an ihrem Geschmack zu erkennen! Deine Eltern oder Geschwister können dir verschiedene Lebensmittel reichen und du rätst am Geschmack, um welche es sich handelt.

    Zusammenspiel von Geruchs- und Geschmackssinn

    Bei Schnupfen ist die Nasenschleimhaut entzündet und angeschwollen. Das führt dazu, dass die Luft nicht über die Riechschleimhaut strömen kann. Dadurch riecht man nicht nur weniger, man schmeckt auch weniger. Das liegt daran, dass der gewohnte Geschmack der Speisen durch ein Zusammenspiel von Geschmackseindrücken im Mund und dem Geruchssinn in der Nase entsteht.

    Zusammenspiel von Geschmacks- und Geruchssinn
    Probier’s mal!

    Das kannst du selbst ausprobieren, indem du ein kleines Experiment machst. Dazu brauchst du nur Erdnüsse (du kannst auch ein anderes Lebensmittel verwenden, aber mit Erdnüssen klappt es am besten). Halte dir deine Nase zu, nimm ein paar Erdnüsse in den Mund und kaue diese ausgiebig. Öffne dann die Nase wieder, noch bevor du alles geschluckt hast! Nun sollte der Geschmack weitaus intensiver sein.

    32. Nase und Zunge
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