Heimische Amphibien

Amphibienwanderungen dienen dazu, Laichplätze, Sommerquartiere (Nahrungsgebiete) und Überwinterungsorte aufzusuchen. Stark befahrene Straßen und Bebauungen durchqueren die Wanderwege der Amphibien und machen ihre Wanderschaft deshalb unmöglich oder lebensgefährlich. Durch Schutzmaßnahmen können wir unseren heimischen Amphibien wieder ihren natürlichen und sicheren Lebensraum zurückgeben.

Arbeitsmittel

Amphibien in Österreich

Weltweit gibt es ungefähr 7 000 Amphibienarten, in Europa ungefähr 90, in Österreich 20.

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Bachforelle

Dieser Fisch hat einen spindelförmigen, langgestreckten Körper, der ungefähr 50 cm lang wird. Er hat eine Fettflosse und trägt dunkle und rote Punkte (oftmals mit heller Umrandung). Diese Fische kommen in schnell fließenden, kühlen, sauerstoffreichen Gewässern vor.

Lebensweise der Amphibien

Die Zerstörung des natürlichen Lebensraums und die Abschneidung der Wanderwege haben dazu geführt, dass mittlerweile alle Amphibienarten Österreichs auf der Roten Liste der bedrohten Arten stehen. Amphibien wandern immer wieder in andere Gebiete, um für Nachwuchs, Nahrung und Überwinterung zu sorgen. Die größte Gefahr sind stark befahrene Straßen, aber auch andere Bebauungen, wie Lärmschutzwände, erschweren oder verhindern ihre lebensnotwendigen Wanderungen.

Im Frühjahr wandern die Amphibien zu den Laichgewässern, wo die Balz und die Fortpflanzung stattfinden. Dabei locken die Männchen vieler Froschlurche die Weibchen durch Paarungsrufe („Quaken“) an. Durch Schallblasen, die als Resonanzraum dienen, werden die Rufe verstärkt. Laubfrösche und Wasserfrösche sind für besonders laute, eindrucksvolle Froschkonzerte bekannt. Aber auch nächtliche Paarungsrufe anderer Froschlurche, wie das Trillern der Wechselkröte, sind sehr auffällig.

Ein Teichfroschmännchen bläst seine Schallblasen auf.
Die Schallblasen des Teichfrosches verstärken seine Paarungsrufe.

Hör dir die Paarungsrufe dieser männlichen Froschlurche an!

Teichfrosch Erdkröte Gelbbauchunke Wechselkröte

Nach der Laichzeit wandern die Amphibien in Gebiete, die ihnen Schutz und Nahrung während der warmen Jahreszeit bieten. Und wenn es dann im Herbst kalt wird, wandern viele Amphibien in ihre Winterquartiere, wo sie den kalten Winter in frostfreien Verstecken in Winterstarre überdauern.

Amphibien sind ein wichtiger Teil des Nahrungsnetzes in der Natur. Die Amphibienlarven ernähren sich von Pflanzen oder kleinen Tieren, erwachsene Amphibien vor allem von wirbellosen Kleintieren wie Insekten und Spinnen. Sie selbst sind eine wichtige Nahrungsquelle für Schlangen, Reiher, Störche, Iltisse und andere Tiere. Unter natürlichen Bedingungen herrscht ein Gleichgewicht zwischen den Räubern (Beutegreifern) und den Beutetieren. Werden aber nicht heimische Tiere ausgesetzt, kann das Gleichgewicht gestört werden, weil sie in ihrem neuen Lebensraum keine Fressfeinde haben. So gefährden in Österreich zum Beispiel ausgesetzte Goldfische, Sonnenbarsche und Rotwangen-Schmuckschildkröten heimische Amphibienarten, weil sie sich von den Eiern und Larven der Amphibien ernähren.

Iltis
Iltis
Graureiher
Graureiher
Sonnenbarsch
Sonnenbarsch
Rotwangen-Schmuckschildkröte
Rotwangen-Schmuckschildkröte

Schutz heimischer Amphibien

So können wir Amphibien schützen:

  • Erhaltung des natürlichen Lebensraums und Schaffung neuer Lebensräume, zum Beispiel Anlegen von Laichgewässern
  • Beseitigung von Bauanlagen, die Amphibienwanderungen behindern
  • Errichtung von Amphibientunnels durch Mauern und unter Straßen
  • Errichtung von Amphibienzäunen an Straßen und Eingraben von Kübeln am Zaunrand, in denen die Tiere eingesammelt und dann über die Straße gebracht werden können
Ein Amphibienzaun entlang einer viel befahrenen Straße
Ein Amphibienzaun verhintert, dass Amphibien die Fahrbahn überqueren.
Amphibientunnel, der unter einer Straße durchführt.
Durch den Amphibientunnel gelangen Amphibien sicher auf die andere Straßenseite.
Ein Kübel neben einem Zaun. Hier fallen Amphibien rein.
Amphibien fallen in die Kübel am Amphibienzaun und werden dann über die Straße gebracht.

So können wir Amphibien im eigenen Garten schützen:

  • keine Unkrautvernichtungsmittel, Schneckengifte oder Insektengifte verwenden
  • Laubhaufen, Totholz und andere Versteckmöglichkeiten nicht entfernen
  • Schilfstängel, Totholz und Blätter im Wasser belassen, denn viele Amphibien befestigen daran ihre Eier
  • vor allem im Frühling, nach der Laichzeit, das Laub im Gartenteich belassen
  • um Schwimmbecken einen Zaun errichten oder Vorrichtungen am Beckenrand anbringen, an denen die Amphibien herausklettern können
  • keine Goldfische oder andere Tiere, die in Österreich nicht heimisch sind, in die freie Natur entlassen
5. Heimische Amphibien
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