Basistraining

Diese Seite beinhaltet eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen dieses Kapitels und dazugehörige Aufgaben zum Wiederholen und Üben (mit Schwerpunkten für Schüler*innen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist). Beim Kompetenzcheck kann man selbst überprüfen, wie aufmerksam man dieses Kapitel durchgearbeitet hat.

Arbeitsmittel

Das Märchen

Ein Märchen ist eine erfundene Geschichte, in der übernatürliche Ereignisse ganz normal sind.

Es besteht aus drei Teilen:

  • Einleitung: Etwas Bedrohliches oder ein Unglück passiert, der Held / die Heldin erhält eine Aufgabe und geht oft auf eine Reise.
  • Hauptteil: Ein Held / eine Heldin muss gefährliche oder schwierige Aufgaben lösen oder einen Bösewicht besiegen.
  • Schluss: Meist werden die Guten reich beschenkt, die Bösen bestraft und es gibt oft eine Hochzeit.

Märchen haben typische Merkmale:

  1. Märchenanfang und Märchenende (Es war einmal …)
  2. Es fehlen genaue Zeit- oder Ortsangaben. (Vor langer Zeit in einem fernen Reich …)
  3. Farben und Zahlen sind wichtig.
  4. Oft stehen sich gute und böse Märchenfiguren gegenüber.
  5. Es gibt märchenhafte Orte, magische Gegenstände und Helfer*innen. (Schloss, Zauberring, Fee.)
  6. Die Märchensprache enthält viele Verkleinerungsformen, altmodische Wörter (z. B. Jüngling), Redewendungen und Sprüche (-chen, -lein).

Artikeltrainer

Bist du dir manchmal unsicher, ob vor ein Wort der, die oder das gehört? Hier trainierst du die wichtigsten Nomen dieses Kapitels mit dem richtigen Artikel.

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Wenn man ein Märchen schreibt, sollte man immer das Präteritum verwenden.

Märchen können auch modernisiert werden: Ihre Handlung wird dann in die Gegenwart versetzt und auch die Sprache wird angepasst.

In den Aufgaben und den Arbeitsblättern findest du weitere Übungen und Aufgaben, um die Märchensprache und die Textsorte Märchen zu trainieren.

Das Verb

Das Verb (Tunwort, Zeitwort) ist die wichtigste Wortart. Man unterscheidet drei Arten:

Verbarten
  • Hilfsverben: haben, sein und werden
  • Modalverben: können, wollen, sollen, dürfen, müssen, mögen
  • Vollverben (alle anderen Verben): z. B. laufen, singen, lernen ...

Die beiden wichtigsten Formen des Verbs sind ...

  • der Infinitiv: Die Grundform des Verbs ist unveränderlich, z. B. gehen.
  • die Personalform: Ihre Endung passt sich an die Person und die Zahl an. Außerdem zeigt sie die Zeit an; z. B. ich gehe, du gehst ...

Man unterscheidet unregelmäßige (starke) und regelmäßige (schwache) Verben. Man erkennt sie, wenn man die drei Stammformen bildet:

Nennform (Infinitiv):
sagen
kommen
Mitvergangenheits­form (Präteritum):
sagte
kam
2. Mittelwort (Partizip Perfekt):
gesagt
gekommen
schwach
stark

Die Zeiten

Man unterscheidet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Im Deutschen haben wir sechs Zeitformen zur Verfügung, um auszudrücken, wann etwas passiert:

Das Futur (die Zukunft)

  • zeigt, dass etwas erst in der Zukunft passieren wird.
  • werden + Infinitiv, z. B. Ich werde sitzen und ich werde nachdenken.

Das Futurum exactum (die Vorzukunft)

Das Präsens

  • drückt aus, was gerade passiert, z. B. Ich sitze und denke nach.

Das Perfekt (die Vergangenheit)

  • verwenden wir, wenn wir etwas mündlich berichten, was in der Vergangenheit passiert ist.
  • haben / sein + Partizip II, z. B. Ich bin gesessen und habe nachgedacht.

Das Präteritum (die Mitvergangenheit)

  • verwenden wir, wenn wir etwas schriftlich erzählen, was in der Vergangenheit passiert ist, z. B. Ich saß und dachte nach.

Das Plusquamperfekt (die Vorvergangenheit)

  • verwenden wir, wenn wir etwas schriftlich erzählen, was noch weiter zurückliegt als das, was im Präteritum erzählt wird.
  • war / hatte + Partizip II, z. B. Bevor ich mich für diese Lösung entschied, war ich gesessen und hatte nachgedacht.

Die wörtliche Rede

In der wörtlichen Rede wird wiedergegeben, was jemand gesagt oder gedacht hat. Sie wird durch Anführungszeichen gekennzeichnet. Meist ist sie an einen Begleitsatz gekoppelt, in dem man erfährt, wer etwas sagt oder denkt. Dabei ist es wichtig, auf die richtige Zeichensetzung zu achten.

Der Prinz sagte: „Ich werde die Prinzessin retten.“

Man kann den Satz aber auch umdrehen und mit der wörtlichen Rede beginnen oder die direkte Rede in den Satz einschieben:

Wie soll ich den Drachen besiegen?“, fragte der Prinz.
Liebliche Prinzessin“, unterbrach sie der Prinz, „wie kann ich Euch helfen?“

Doppelkonsonanten und lange Vokale

Die wichtigste Regel lautet: Wird ein Vokal kurz ausgesprochen,

  • folgen meist mindestens zwei Konsonanten (z. B. Prinz, Ring)
  • oder es kommt zu einer Konsonantenverdopplung (z. B. Ritt, Mitte).

Sonderformen
  • Statt kk schreibt man ck und statt zz schreibt man tz (z. B. Katze, Glück).
  • Am Wortende kann es auch bei der Bildung von Pluralformen (Mehrzahl) zur Verdopplung von Konsonanten kommen:
    • Die Nachsilbe -in wird in der Mehrzahl zu -innen, z. B. Freundin – Freundinnen
    • Die Nachsilbe -nis wird in der Mehrzahl zu -isse, z. B. Ersparnis – Ersparnisse

In manchen Wörtern wird ein Vokal (Selbstlaut) in einem Wort betont. Er wird gedehnt – also lang ausgesprochen. Im Deutschen gibt es mehrere Möglichkeiten, einen langen Vokal durch eine besondere Schreibweise „sichtbar“ zu machen:

  1. Dehnungs-h, z. B. gähnen, Reh, Rahmen
  2. Doppel-Vokal, z. B. Schnee, Aal, Pool
  3. ie, z. B. Wiese, schieben, Sieb

Manche Wörter wie Hase, Rose oder Nase haben zwar lang ausgesprochene Vokale, werden aber nicht mit Dehnungszeichen geschrieben.

Wenn man sich unsicher ist, wie ein Wort geschrieben wird, hilft es, verwandte Wörter zu suchen. Diese haben denselben Wortstamm und werden daher meist gleich geschrieben.

Beispiele: nehmen, das Unternehmen, aufnehmen, abnehmbar

Der Kompetenzcheck

Mithilfe dieser Übungen kannst du selbst überprüfen, wie gut der Stoff dieses Kapitels sitzt und was du noch üben solltest.

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17.11.2021
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