Wie finanziert sich die Feuerwehr?

Die Feuerwehr kostet Geld. Es müssen Geräte und Feuerwehrleute bezahlt werden. Oft kann sie durch ihr Eingreifen aber auch große Schäden verhindern und damit Kosten sparen.

Arbeitsmittel

Stützpunkte

Hast du schon einmal im Fernsehen oder im Internet Berichte über Feuerwehreinsätze gesehen? Hast du schon einmal beobachtet, wie bei einem Waldbrand große Wassertanks an Hubschrauber gehängt werden, damit diese von oben löschen können? Hast du schon einmal gesehen, wie Menschen über eine Drehleiter in Sicherheit gebracht werden? Hast du schon einmal gesehen, wie bei Unfällen mit gefährlichen Gütern Feuerwehrleute in Schutzanzügen die giftigen Chemikalien beseitigen? Hast du schon einmal gesehen, wie Feuerwehrboote/-zillen Menschen bei Hochwässern zu Hilfe kommen?

Wir haben vier Fotos von Feuerwehreinsätzen versteckt. Tippe unter den Fotos passende Begriffe ein, um sie erscheinen zu lassen! Das ist ein schweres Rätsel, probiere Wörter aus, die dir zuerst zur Feuerwehr einfallen!

Hubschrauber
Personenrettung
Hochwasser
Gefahrenstoffe

Was haben all diese Einsätze gemeinsam?

Nicht jede Feuerwehr ist für solche Einsätze ausgerüstet. Du kannst dir vorstellen, dass dies aus Platz- und Kostengründen gar nicht möglich wäre. Z. B. ein Motorboot für eine Feuerwehr, die kein Gewässer in der Gemeinde hat, wäre auch nicht schlau, oder? Daher gibt es für verschiedenste Aufgaben Feuerwehren, die sich in diesem Bereich spezialisiert haben. Sie erhalten als „Stützpunktfeuerwehren“ genau jene Ausrüstung, die sie für diese Sondereinsätze benötigen. Im Notfall verwenden sie diese dann nicht nur in ihrer Gemeinde, sondern helfen auch der Bevölkerung außerhalb der Gemeindegrenzen damit.

Wie finanziert sich die Feuerwehr

Hast du dich schon einmal gefragt, wer für die umfangreiche Ausrüstung der Feuerwehren (Fahrzeuge, Gerätschaften, Helme, Uniformen, ...) der Feuerwehr aufkommt? Grundsätzlich ist die Ausrüstung einer Feuerwehr in Österreich Sache der Gemeinden, aber woher nehmen diese das Geld? Bevor wir diese Frage beantworten, unternehmen wir einen kleinen Ausflug in die Vergangenheit – in eine Zeit, als es noch keine Feuerwehren gab: Damals existierte die „dörfliche Schutzgemeinschaft“, was bedeutete, dass jedermann zur Brandbekämpfung und Gefahrenabwehr herangezogen werden konnte (gut organisierte Feuerwehren gibt es in Österreich erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts). Das heißt, dass früher jeder für den Brandschutz im Eigenheim verantwortlich war, da die Gefahr eines Großbrandes (der dann auch Nachbarobjekte betrifft) hoch war. Kam es dennoch zu einem Brand, mussten die Bewohner des Dorfes beim Löschen mithelfen. Eigenschutz und Nachbarschaftshilfe sollten also verhindern, dass es zu Brandkatastrophen kommt.

Mit dem Aufkommen der ersten Feuerwehren wurde es für die Einwohner bequemer, da nun im Ernstfall nicht mehr jeder mitanpacken musste. Die Leute zahlten also dafür (meist in Form von Spenden), dass andere für sie diese Aufgaben übernahmen.

Hubschraubertransport
Hubschraubertransport

Ein Teil dieses Gedankens lebt heute in der Feuerversicherung weiter. Jedes Haus, jede Wohnung, jeder Betrieb kann sich gegen Brände versichern. Die Versicherungen haben Interesse daran, dass die Brände klein gehalten und rasch gelöscht werden (weniger Schäden bedeuten weniger Leistungen für die Versicherungen). Auch jede Bürgerin und jeder Bürger hat Interesse, dass es im Eigenheim zu keinen Schäden durch Brände kommt bzw. dass das Feuer beim Nachbarn rasch gelöscht wird, damit es nicht auf das eigene Haus/die eigene Wohnung übergreift. Daher werden 8 % des Geldes, das die Versicherungen durch die Feuerversicherung einnehmen, zur Finanzierung des Feuerwehrwesens verwendet.

Ein weiterer Teil des Geldes, nämlich jenes für die Katastrophenschutzaufgaben, kommt über Steuern zu den Gemeinden. Jede Österreicherin/jeder Österreicher zahlt Steuern. Auch du, z. B. dann, wenn du einkaufen gehst. Schau einmal auf den Kassenzettel, dort steht die Mehrwertsteuer (auch Umsatzsteuer genannt) nämlich drauf. Sie liegt bei 10 oder 20 %.

Finde die Geldflüsse! Ziehe dazu von einem Bereich zu einem anderen Bereich einen Pfeil, wenn Geld diesen Weg nimmt!

Was leistet die Feuerwehr?

Von dem Geld, das in die Feuerwehr fließt, „kommt auch wieder etwas zurück“. Für jeden Euro, der in die Feuerwehr gesteckt wurde, kamen zehn Euro zurück! 2010 untersuchte die Wirtschaftsuniversität Wien dies am Beispiel der oberösterreichischen Feuerwehren und bestätigte den obigen Vergleich wissenschaftlich. Aber wie kann die Feuerwehr so viel „Gewinn“ machen, wo sie doch nichts „produziert“?

Die Gruppenarbeit in den Arbeitsblättern hilft dir, hinter dieses Geheimnis zu kommen.

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