Geschichte der Feuerwehr in Österreich

Der Beginn des Feuerwehrwesens zur Römerzeit bis zur heutigen Feuerwehr als Universalwehr. Die geschichtliche Entwicklung der Feuerwehr umfasst viele spannende Themen.

Arbeitsmittel

Römerzeit

Errate die richtigen Antworten, um die Geschichte zum Beginn des Feuerwehrwesens in der Römerzeit zu erfahren!

1 Das heutige Leibnitz in der Steiermark hieß damals …
2 „Österreich“ war zur Römerzeit die Provinz …
3 Funde belegen, dass es vor wie vielen Jahren bereits Feuerwehren in „Österreich” gab?
4 Wie hieß der damalige Kaiser?
5 Wie wurden Feuerwehrleute belohnt?
Funde aus Flavia Solva (heutiges Leibnitz in der Steiermark) belegen, dass es bereits vor ca. 2000 Jahren Feuerwehren in „Österreich“ (damals Provinz Noricum) gab. Angehörige des römischen Militärs, die Feuerwehrdienst leisteten, wurden dabei durch Kaiser Septimus Severus von den Abgaben (Steuern) befreit. Neben dieser Profitruppe leisteten damals auch Freiwillige (Zivilisten, die ehrenamtlich tätig waren) Feuerwehrdienst – auch für sie galt diese Steuerbefreiung. Mit dem Ende der Römerzeit verschwand damals auch das erste organisierte Feuerwehrwesen im heutigen Österreich.
Marmorskulptur von Kaiser Septimus Severus
Kaiser Septimus Severus

Mittelalter und Neuzeit

Turmwächter und erste „Feuerwehren“

Im Mittelalter wurden die Zünfte (Zusammenschlüsse von Handwerkern) mit der Hilfeleistung im Brandfall betreut. 1534 verrichteten im Stephansdom in Wien zwei Turmwächter zum ersten Mal die Feuerwache. Sie hatten die Aufgabe, einen entdeckten Brand über Sprachrohr (eine Art Lautsprecher) bzw. das Schwenken von Fahnen (in der Nacht Laternen) zu melden. Diese Turmwächter gab es bis 1954. Außerdem mussten, als es noch keine Straßenbeleuchtung gab, entlang der Straßen, die zum Brandplatz führten, Laternen in die Fenster gestellt werden, um den Löschkräften den Weg zu weisen. Die „Alarmierung“ erfolgte durch Glocken läuten, Rufen, Trommeln oder Gewehrschüsse. Ein großes Problem waren Plünderer, die das Durcheinander am Brandplatz nützten, um Wertsachen aus den brennenden Häusern zu stehlen.

Löschautomobil mit Vorbaupumpe
Löschautomobil mit Vorbaupumpe (Baujahr 1928)
Dampffeuerspritze für Pferdezug
Dampffeuerspritze für Pferdezug (Baujahr 1908)

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Wo ist Wien?
map_old map_old Heiliges Römisches Reich Österreich

Warum ausgerechnet die Turner (19. Jahrhundert)?

Die Turnvereine waren im 19. Jahrhundert durchwegs fortschrittlich eingestellt und hinterfragten vieles, was bisher als selbstverständlich galt. Damit erregten sie natürlich den Ärger der Obrigkeit; vor allem des Kaiserhauses, das in ihnen gefährliche Revoluzzer sah. Außerdem waren sie vom Gedanken eines vereinten Deutschlands geprägt, dem auch Österreich angehören sollte. Sie unterhielten daher auch gute Kontakte nach Bayern und Deutschland, wo es bereits positive Erfahrungen mit Turnerfeuerwehren gab.

Nationalsozialismus

Von der Feuerwehr zur Feuerschutzpolizei

Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts wurden immer mehr Feuerwehren gegründet. Bald erweiterte sich das Aufgabengebiet von der reinen Brandbekämpfung hin zu Hochwassereinsätzen (die bei den Feuerwehren gelagerten Pumpen erwiesen sich hier als hilfreich). Auch der Sanitätsdienst (heutiger Rettungsdienst wie er z. B. vom Roten Kreuz, dem Samariterbund oder den Maltesern durchgeführt wird) wurde von Feuerwehren übernommen.

Mit dem „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland (März 1938) wurden die Feuerwehren nach deutschem Vorbild neu organisiert. Sie waren nun eine Hilfspolizeitruppe („Feuerschutzpolizei“). Neue Uniformen und Helme, neue Schläuche und Kupplungen, neue Ausbildungsvorschriften und neue Fahrzeugtypen kamen so nach Österreich. Die wohl auffälligste Neuerung: Die bisher roten Fahrzeuge waren nun dunkelgrün (Farbe der Polizei). Außerdem wurde der Rettungsdienst nun dem Roten Kreuz zugeteilt.

Fahrzeug der Feuerschutzpolizei
Fahrzeug der Feuerschutzpolizei

Mit dem einsetzenden Zweiten Weltkrieg und den damit verbundenen Luftangriffen kamen auch Aufgaben des Luftschutzes zu den Feuerwehren. Die Feuerwehrmänner, die zum Militärdienst eingezogen wurden, wurden zum Teil durch Frauen und Jugendliche (Hitlerjugend) ersetzt.

Gegenwart

Nach den schrecklichen Kriegsjahren litten auch die Feuerwehren an den Folgen. Viele Kameraden waren im Krieg verwundet oder getötet worden, bzw. hatten keine Lust mehr, schon wieder eine Uniform anzuziehen. Dennoch schafften die Feuerwehren den Neubeginn. Als es wirtschaftlich bergauf ging, kamen für die Feuerwehren neue Aufgaben hinzu. Der steigende Straßenverkehr machte beispielsweise immer mehr technische Hilfeleistungen (Fahrzeugbergungen, Aufräumarbeiten nach Verkehrsunfällen, Menschenrettungen aus Unfallfahrzeugen, Eindämmen von Ölaustritten, ...) notwendig. Der Name „Feuerwehr“ ist heute schon längst nicht mehr passend, wie der Blick auf das heute Tätigkeitsfeld zeigt.

Verkehrsunfall
Verkehrsunfall
Hochwassereinsatz
Hochwassereinsatz
Tiere in Notlage
Tiere in Notlage
Sturmschaden
Sturmschaden

Hier einige Beispiele, bei denen die Feuerwehr hilfreich in Aktion tritt:
Auslaufen von Mineralöl bzw. von Säuren und Laugen, Ausströmen von Gasen und Dämpfen, Autobusunglücke, Befreiung von Menschen aus Notlagen, Rettung verschütteter/eingeklemmter Personen, Bergung von Kraftfahrzeugen, Dammbruch bzw. Dammsicherung, Einsturz von Bauwerken, Eisenbahnunglücke, Erd- oder Felsrutsche, Explosionen, Flugzeugabstürze, Hochwässer bzw. Überschwemmungen, Strahlenschutzeinsätze, Sturmschäden, Suchaktionen, Taucheinsätze, Tiere in Notlagen, Verkehrsunfälle, Wasserunfälle, etc.

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Im Brandfalle müssen die Stadttore geschlossen werden, damit Fremde keine Möglichkeit zum Plündern haben. Fremde, die sich in der Stadt befinden, dürfen die Wirtshäuser nicht verlassen.
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