Mein digitales Ich

Ein Name und eine E-Mail-Adresse sind oft die ersten Informationen, die eine Person im Internet kennzeichnen. Und dann kommen meistens noch weitere persönliche Daten (z. B. Fotos, Geschichten) dazu, die auch automatisch gespeichert werden. Was bedeutet das für die Privatsphäre? Wie kann man sich schützen?

Arbeitsmittel

Meine Daten

Personenbezogene Daten sind alle Informationen über eine Person.

Beispiele

  • Name, Wohnadresse und Telefonnummer
  • Ort, an dem man sich gerade befindet
  • Wörter, die man in eine Suchmaschine eingibt
  • Informationen über Internetbestellungen
  • Dauer des Besuchs einer Internetseite

Manchmal kann man erst erkennen, zu wem eine Information gehört, wenn man viele einzelne Informationen gemeinsam betrachtet. Auch solche Teilinformationen sind personenbezogene Daten.

Illustration eines Mädchens, die auf ihr Handy starrt. Striche die von ihrem Handy weggehen, zeigen Symbole zu personenbezogenen Daten: ein Ausweis, Standort, Bankkarte, Suchmaschinenverlauf, Bücher, Spiele.
Beispiele für Teilinformationen

Betreiber von Webseiten sammeln Informationen und verkaufen diese weiter. Sie benötigen dafür aber die Erlaubnis der Besucher*innen der Seite. Ohne eine solche Erlaubnis darf niemand Daten sammeln oder nutzen. Dies ist in der DSGVO geregelt. Werbung im Internet muss außerdem als Anzeige, Ad oder Werbung gekennzeichnet sein.

Schutz meiner Daten

Wenn man eine Internetseite öffnet, erscheint deshalb oft ein Cookie-Banner. Hier kann man bestimmen, ob Daten gesammelt, gespeichert und genutzt werden dürfen. Es ist auch möglich, dies nur für bestimmte Daten zu erlauben.

Datenschutzeinstellungen der Webseite duden.de
Cookie-Banner auf duden.de

Außerdem gibt es auf vielen Geräten Datenschutzeinstellungen. Diese Einstellungen findet man oft unter dem Wort Datenschutz.

Datenschutzeinstellungen auf einem iPhone
Datenschutz­einstellungen auf einem iPhone
Datenschutzeinstellungen von Google Chrome
Datenschutz­einstellungen für Chrome (Internetbrowser).

In den Datenschutzeinstellungen eines Internetbrowsers kann man festlegen, welche Daten ins Internet gelangen dürfen. Diese Einstellung gilt dann für alle Internetseiten. Die Datenschutzeinstellungen eines Geräts (z. B. eines iPhones) gelten nur für die Apps, die auf diesem Gerät installiert sind.

Öffne den Internetsimulator und gehe auf die Seite https://schubu.at/internetsimulator/freundschaft! Dort gibt es ein kleines Spiel, wo man Informationen von sich eingeben muss. Verhindere, dass Daten dabei von dir gesammelt und gespeichert werden dürfen.

Viele soziale Medien sammeln besonders viele persönliche Daten. Bei WhatsApp, Instagram, Twitter oder TikTok zum Beispiel sollte man also besonders vorsichtig sein. Im Benutzerprofil kann man verschiedene Einstellungen auswählen, die die Privatsphäre bestmöglich schützen.

Darf der Inhalt von persönlichen Nachrichten gesammelt und verkauft werden? Nein. Persönliche Nachrichten in sozialen Medien sind gesetzlich wie Briefe geschützt. Nur die Person, an die die Nachricht geschickt wird, darf sie lesen.

Soziale Medien sammeln und verkaufen aber viele andere Informationen. Zum Beispiel:

  • wann man eine Nachricht schickt (Datum und Uhrzeit)
  • an wie viele Personen man etwas schickt
  • Informationen, die man bei der Anmeldung angibt (z. B. Alter, E-Mail-Adresse, Wohnadresse)
  • durchschnittliche Länge einer Nachricht
  • ob man Emojis verwendet
  • welche Links und Themen man mit „gefällt mir” markiert
  • und vieles mehr

Viele Firmen sind an persönlichen Daten sehr interessiert, weil sie damit viel Geld verdienen können. Social Media-Firmen verkaufen die persönlichen Daten an andere Firmen. Oder sie nutzen diese Daten für personalisierte Werbung und bekommen dafür viel Geld von den Firmen, die diese Werbung bestellen.

Neben den personenbezogenen Daten gibt es auch sensible Daten. Sie werden gesetzlich besonders geschützt.

Sensible Daten sind ...

  • politische Meinungen
  • Religionszugehörigkeit
  • genetische Daten
  • Gesundheitsdaten
  • sexuelle Orientierung

Werbung im Internet

Öffne jetzt wieder den Internetsimulator um Freunde zu finden!

Jedes Smartphone sammelt im Hintergrund Daten, um herauszufinden, was einer Person gefällt. Und diese Daten werden dann für personalisierte Werbung verwendet. Das heißt, auf einer Webseite wird unterschiedliche Werbung angezeigt, je nachdem, wer die Webseite öffnet. Gamer*innen wird zum Beispiel die Werbung einer Playstation gezeigt. Sportler*innen wird hingegen eine Fitnessapp vorgeschlagen.

Illustration eines Jungen, der Kaffee auf auf sein Oberteil verschüttet hat. Er schielt auf sein Handy, und im Zoom ist darauf eine Werbung zu sehen, auf der steht: Du brauchst ein neues Shirt? Gleich hier bestellen!
Personalisierte Werbung nutzt persönliche Informationen.

Es gibt verschiedene Arten von Werbung im Internet:

  • Werbebanner im Text einer Internetseite
  • Werbevideos, die eingeblendet werden, bevor der eigentliche Film beginnt
  • Links zu Produkten in E-Mails
  • Werbung für einen In-App-Kauf in einer Gratis-App

Prüfe, ob du personalisierte von nicht personalisierten Anzeigen unterscheiden kannst

Hacks und Tricks

  • Werbung ausblenden: Im Internetbrowser Safari (auf Apple-Geräten) funktioniert das mit der Reader-Funktion, im Internetbrowser Firefox mit der Lesefunktion.
  • Werbung blockieren: Aktiviere in verschiedenen Browsern mögliche Add-Ons um Werbeanzeigen zu blockieren.
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