Urheberrecht

Im Internet findet man zu vielen Themen leicht Texte, Fotos, andere Bilder und auch ganz andere Medieninhalte. Manches davon darf frei in eigenen Arbeiten verwendet werden. Alle diese Inhalte sind aber von jemandem gemacht. Daher gibt es immer Urheberinnen oder Urheber, die alle Rechte an ihrem Werk halten. Aber was bedeutet das eigentlich?

Arbeitsmittel

Erklärung des Urheberrechts

Um das Urheberrecht zu erklären, versetzen wir uns in die Lage einer kunstschaffenden Person, die ein wunderbares Werk kreiert hat.

Zeichne innerhalb von einer Minute ein Bild auf einem Blatt Papier. Das Papier muss quer verwendet werden. Mache dann ein Foto oder Scan von deinem Bild und lade es hier hoch:

Nun stellt sich die Frage: Darf jemand dein Werk verwenden und sogar Geld damit verdienen?

  • Als Erschaffer*in eines Werkes ist man Urheberin oder Urheber, also hat man zuerst alle Rechte darauf.
  • Niemand darf ein solches Werk ohne Zustimmung veröffentlichen oder sogar kommerziell nutzen.
  • Die Rechte an seinem eigenen Werk hat man automatisch, man muss sie nicht zuerst anmelden. Das geschieht in dem Moment, wo ein Werk einen künstlerischen Wert hat. Wenn man also nur ein paar lustige Sätze schreibt, oder eine Idee aufschreibt, ist das noch nicht automatisch geschützt.
  • Urheber*in bleibt man für immer, die Rechte kann man allerdings anderen Leuten oder Firmen übergeben.
Achtung!
Beim Anmelden zu einem Sozialen Netzwerk muss man meistens damit einverstanden sein, dass man seine Rechte mit der Betreiberfirma teilt. Lädt man zum Beispiel ein Foto in einem sozialen Netzwerk hoch, hat dieses dann oft dieselben Rechte am Foto, wie man selbst!

Creative Commons

Die Schöpferin/der Schöpfer besitzt automatisch alle Rechte des Werks. Diese Rechte können selbst behalten, verkauft oder verschenkt werden. Es ist die Entscheidung der Urheberin oder des Urhebers, wie andere Menschen oder Firmen ein eigenes Werk verwenden dürfen.

Eine einfache Möglichkeit, wie man seine Rechte an einem Werk regeln kann, ist mithilfe der Creative Commons - kurz CC. Die CC sind eine Sammlung von typischen und praktischen Lizenzregeln. Mit ihnen kann man einfache Nutzungsrechte für das eigene Werk festlegen und ermöglicht dadurch anderen Menschen, dieses Werk zu nutzen.

Eine Abbildung einer Creative Commons Lizenz zu einem Bild im Internet.
Beispiel für eine CC-Lizenz. Das Bild der Katze darf weiterverwendet werden, aber die/der Urheber*in muss genannt werden.

CC-Lizenz für ein Kunstwerk

Hier ist ein Werkzeug für die Wahl einer Creative Commons Lizenz für ein Werk. Als Beispiel kannst du hier ein kleines Kunstwerk malen und dann eine passende Lizenz dafür festlegen.

Dein Werk
Praktisches Werkzeug für die CC-Lizenzwahl

Willst du für deine Arbeit als Urheber*in genannt werden?


Willst du erlauben, dass jemand durch die Nutzung deines Werkes Geld verdienen kann?


Willst du anderen erlauben, dein Werk zu bearbeiten, mit anderen Werken zu mischen, oder auf dein Werk aufbauend ein neues Werk zu erschaffen?


Willst du anderen erlauben, abgewandelte Versionen deines Werks mit einer anderen Lizenz im Internet zu teilen?


Copyright-Lizenz bestätigen



Willst du wirklich auf dein Copyright verzichten?


CC CC: Creative Commons Lizenz
0 CC0: This work has been marked as dedicated to the public domain.
BY BY: Credit must be given to you, the creator.
NC NC: Only noncommercial use of your work is permitted.
ND ND: No derivatives or adaptations of your work are permitted.
SA SA: Adaptations must be shared under the same terms.

Ziehe das richtige Lizenzbild und die richtige Bezeichnung in die passenden Felder!

Bravo, geschafft!

Fotos und Videos veröffentlichen

Werke, darunter fallen zum Beispiel auch Fotos und Videos, darf man nicht einfach so verwenden. Oft benötigt man die Zustimmung der Urheberin/des Urhebers. In sozialen Netzwerken, in denen man sehr oft Fotos und Videos mit anderen teilt, muss man deshalb besonders aufpassen, welche Inhalte man hochlädt.

Postet man ein Foto in einem sozialen Netzwerk oder teilt es in einer Messenger Gruppe, z. B. über Whatsapp, dann ist das eine Veröffentlichung. Es gilt das Urheberrecht, selbst wenn man es nur mehreren seiner Freund*innen schickt.

Grundsätzlich gilt:

  • Man soll niemals Fotos oder Videos hochladen, die urheberrechtlich geschützt sind. Oft weiß man aber nicht, ob das so ist. Wenn man unsicher ist, dann lädt man am Besten keine Videos oder Bilder hoch.
  • Wenn man ein geschütztes Bild hochladen, also veröffentlichen will, benötigt man die Zustimmung des Urhebers. Diese sollte man schriftlich einholen.
  • Auch Fotos, die man selbst gemacht hat, könnten problematisch sein. Dabei muss man besonders darauf achten, dass niemand abgebildet ist, der oder die sich beleidigt fühlen könnte oder bloßgestellt wird.
  • Man darf keine Fotos und Videos veröffentlichen, auf denen Personen zu sehen sind, die nicht vorher damit einverstanden waren.
  • Hat man bereits ein geschütztes Bild hochgeladen, kann es passieren, dass man eine sogenannte Abmahnung bekommt und dafür Strafe zahlen muss.

Wie findet man heraus, wo ein Bild im Internet vorkommt?

Bilder-Rückwärtssuche Screenshot von der Google-Suche mit dem Icon zur Bilder-Rückwärtssuche.
So kommt man zur Rückwärtssuche von Google.

Sollte man unsicher sein, ob man ein Bild verwenden darf, hier ein Tipp: Man kann die Rückwärtssuche von Bildern verwenden, um den Ursprung festzustellen. Es werden dann alle Internetseiten angezeigt, auf denen das gesuchte oder ein sehr ähnliches Bild vorkommt.

Hacks und Tricks

Icon Kürzel Name des Moduls Kurzerklärung
BY Symbol BY Namensnennung (englisch: Attribution) Der Name des Urhebers muss genannt werden.
NC Symbol NC Nicht kommerziell (Non-Commercial) Das Werk darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden.
ND Symbol ND Keine Bearbeitung (No Derivatives) Das Werk darf nicht verändert werden.
SA Symbol SA Weitergabe unter gleichen Bedingungen (Share Alike) Das Werk muss nach Veränderungen unter der gleichen Lizenz weitergegeben werden.
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