Warenproduktion

Die Menschen der Urzeit waren Jäger und Sammler ohne festen Wohnsitz. Ihre Tätigkeiten waren auf die Nahrungssuche für das tägliche Überleben ausgerichtet. Diese Bedürfnisse änderten sich aber im Laufe der Zeit.

Arbeitsmittel

Erste Werkzeuge und Waffen

Die Jäger und Sammler entwickelten Hilfsmittel in Form von primitiven Werkzeugen und Jagdwaffen.

Eine karikaturistische Illustration, Steinzeit, links ein ausschauhaltender Jäger mit Speer und einem Hasen direkt vor seiner Nase, rechts ein Sammler mit Keule, womit er auf einen Beerenstrauch haut und einem halbleeren Sack voll Beeren.
Jäger und Sammler

Dabei gingen sie sehr überlegt vor und lernten beispielsweise das Feuer zu zähmen. Damit konnten sie Werkzeuge bearbeiten und verbessern. Es gelang ihnen, Tongefäße zu brennen und durch sie Nahrungsmittel länger haltbar zu machen.

Karikaturistische Illustration eines Steinzeitmenschen mit Knochen im Haar, der einen Felsbrocken hebt und voller Überraschung ein brennendes Lagerfeuer darunter entdeckt.
Entdeckung des Feuers

Sie fingen an, Kleidungsstücke aus Tierfellen anzufertigen und Schmuckstücke zu entwerfen. Sie begannen Tiere zu zähmen, Ackerbau zu betreiben und erfanden dafür den Pflug. Um die Felder durchgehend bearbeiten zu können, mussten sie ihr Wanderleben aufgeben.

Industrielle Revolution

Die Zunahme der Weltbevölkerung erforderte noch effizientere Wege zur Versorgung. Bahnbrechende Erfindungen, wie der Dampfmaschinenantrieb, ermöglichten es schnell, günstige Güter zu erzeugen (Massenproduktion). Die menschliche Arbeit wurde dabei zunehmend durch die leistungsfähigeren Maschinen ersetzt. Diese Zeit wird als industrielle Revolution bezeichnet.

Karikaturistische Darstellung von Fließbandarbeit, Frau mit Schutzhaube bewegt ihre Arme überdurchschnittlich schnell um Dosen mit rotem Inhalt zu verschließen, es entsteht Chaos, im Hintergrund ein Bildschirm wo 'noch schneller arbeiten' draufsteht.
Fließbandarbeit

Im 19. Jahrhundert war der europäische Anteil der Industrieproduktion weltweit am größten. Technische Verbesserungen und Neuentwicklungen ermöglichten es, auch entlegene, aber rohstoffreiche Gebiete zu erschließen. Weltweit werden heute Waren im Wert von vielen Milliarden Euro hergestellt und verkauft. Die bedeutendsten Exportländer unserer Zeit sind die Volksrepublik China, die USA, Deutschland und Japan.

  • Exportieren bedeutet, dass Waren, die in einem Land erzeugt werden, an ein anderes Land verkauft werden.
  • Importieren bedeutet, Waren von einem anderen Staat zu kaufen und im eigenen Land zu nutzen.

Karikaturistische, witzige Darstellung von Import/Export, ein Baby was am Fließband Trinkflaschen entgegennimmt, welche als Import gekennzeichnet sind und dafür volle, stinkende Windeln auf einem anderen Fließband davongetragen werden, welche wiederum als Export gekennzeichnet sind.
Import/Export

Die einfache Rechnung lautet:
Je mehr ein Staat exportiert und je weniger er importiert, umso größer sind seine Gewinne.

Produktionsstandort

Um günstig produzieren zu können, ist der Standort eines Unternehmens von enormer Bedeutung. Viel hängt beispielsweise von klimatischen Bedingungen oder den vorhandenen Rohstoffen ab. Immer entscheidender wird aber der Bildungsstand der Bevölkerung. Nur wer gut ausgebildet ist (so wie ihr )und gute Ideen hat, hat die Möglichkeit Fortschritte zu erzielen und konkurrenzfähig zu bleiben.

Illustration, vier Schüler*innen sitzen an einem Schultisch, ein Lehrer steht an der Tafel und verwendet SchuBu das interaktive Schulbuch, die Schubu-Eule meldet sich eifrig.
Die beste Ausbildung in der Schule
Wichtige Standortkriterien sind:
  • ausreichend Rohstoffe in der Nähe
  • genügend Fläche für den Bau der Produktionsanlagen und für Erweiterungen
  • günstige Energie
  • gute Verkehrsanbindung (Autobahn, Eisenbahn, Flughafen, Schiff)
  • großer, möglichst naher Absatzmarkt für die Produkte
  • genügend Arbeitskräfte
  • gut ausgebildete Arbeitskräfte
  • staatliche Hilfen (Steuererleichterungen, Förderungen, ...)

Gute Umweltschutzmaßnahmen, hohe Energie- und Lohnkosten verteuern die Produktion. Daher siedeln sich Firmen oft bevorzugt in Ländern an, die niedrige Umweltschutzstandards und genügend billige Arbeitskräfte haben.

Industriezone mit vielen Strommasten und rauchenden Schornsteinen, eingehüllt in tief orangenem Sonnenlicht.
Luftverschmutzung in einer Industriezone

Die Nähe zu den Rohstoffen ist heute nicht mehr so entscheidend, weil die Transportkosten vergleichsweise billig sind. Zum Beispiel fand die Stahlproduktion früher direkt vor Ort in Gebieten mit großen Kohle- und Erzvorkommen statt. Heute werden Stahlwerke, unabhängig von den Rohstoffvorkommen, bevorzugt an Küsten- und Hafenstandorten gebaut.

Stahlschmelze in einem Stahlwerk, mit grell in gelb bis rot Tönen glühendem Stahl in der Mitte und drei Männern in Schutzmontur, Arbeitskleidung.
Stahlschmelze in einem Stahlwerk

Diese Entwicklung ist allerdings sehr bedenklich, da durch immer länger werdende Transportwege, die Umwelt verstärkt belastet wird.

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