Vulkanismus

Vulkane entstehen oft in Erdbebenregionen an den Rändern der Kontinentalplatten, weil sich dort heißes, geschmolzenes Gestein (Magma) leichter an die Erdoberfläche durcharbeiten kann.

Arbeitsmittel

Entstehung eines Vulkans

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Plattenverschiebungen bewirken Schwächezonen in der Erdkruste. Glutflüssige, gashaltige Gesteinsschmelze aus dem Erdinneren das Magma, kann dadurch nach oben steigen.

Vulkane sind aber auch das Ergebnis eines Bruches der Erdkruste an Stellen, wo sie besonders dünn ist (oft in Bereichen unter den Ozeanen). Die mitten im Pazifik liegenden Hawaii-Inseln entstanden auf diese Art.

Gefahren

Ein Vulkanausbruch ist zwar ein beeindruckendes Naturschauspiel, birgt aber auch große Gefahren. Die austretende glühende Masse - die Lava - ist dabei noch eher ungefährlich, weil sie normalerweise relativ langsam fließt. Allerdings wird alles was ihr im Weg steht (Bäume, Häuser, Straßen etc.) vernichtet.

Ein Haus, dessen Dach sichtbar ist, der Rest wurde von Lava zerstört und liegt nun in schwarzem Vulkagestein begraben.
Ein von Lava zerstörtes Haus

Immer wieder kommt es auch zu Unfällen, da unvorsichtige Personen die erstarrte Lava betreten. Es kann aber sein, dass nur die oberste dünne Schicht erstarrt ist und bei Belastung einbricht. Darunter befindet sich noch flüssige, glühend heiße Lava - Aua!

Bild einer erstarrten Lavalandschaft, dessen Kruste in der Mitte rund aufgebrochen ist und rote flüssige Lava durchscheint.
Aufgebrochene Lavakruste

Auf den Hawaii-Inseln hat man darauf reagiert. Mit Hubschraubern wird kontrolliert, ob sich ahnungslose Touristen den Lavamassen nähern oder sie sogar betreten.

Pyroklastische Ströme

Viel gefährlicher, aber zum Glück nicht so häufig, sind pyroklastische Ströme. Sie können entstehen, wenn Teile der Vulkanspitze abbrechen und Gas austritt. Dieses Gas bildet wiederum eine Art Kissen – auf diesem können Lava, Lavabrocken und Asche mit über 300 km/h den Hang hinunter rasen.

Explosionen

Bei heftigen Ausbrüchen kann es außerdem zu gewaltigen Explosionen kommen. Dabei werden nicht nur flüssige Lava und Felsbrocken weit durch die Luft geschleudert, sondern es entsteht auch eine enorme Druckwelle, die Häuser beschädigen und Bäume mit Leichtigkeit abknicken kann.

Von einer Druckwelle umgeknickte oder teils abgebrochene dünne Bauchstämme, die dicht beieinander liegen.
Bäume die von einer Druckwelle umgeknickt wurden

Weitere Gefahren

Bei einem Ausbruch gelangen neben dem Magma noch vulkanische Asche und Lockerprodukte aus dem Erdinneren an die Erdoberfläche. Diese können durch Winde auf der ganzen Erde verteilt werden und dadurch sogar das Klima auf unserem Planeten beeinflussen. Die feinen Partikel in der Luft stellen auch den Flugverkehr vor große Probleme. Begleitende, heftige Regengüsse lösen oft verheerende Schlammströme aus, die sich in weiterer Folge verfestigen.

Seitenansicht verfestigter Ascheschichten in einem Grauton. Die Wingertsbergwand vermittelt einen Eindruck von der Größenordnung der während des Ausbruchs des Laacher See-Vulkans ausgeworfenen Mengen an vulkanischer Asche.
Seitenansicht verfestigter Ascheschichten

Vulkane die am Meeresgrund ausbrechen bewirken Tsunamis, die selbst weit entfernte Gebiete bedrohen.

Der Vesuv

Der Vesuv ist einer der noch aktiven Vulkane auf dem europäischen Festland. Er liegt in Italien, nur neun Kilometer von der Stadt Neapel entfernt.

Eine Luftaufnahme des Vesuv
Der Vesuv

Römerzeit

Zur Zeit der Römerherrschaft im Altertum war der Vesuv scheinbar erloschen. Die Vegetation hatte sich seit dem letzten (vorgeschichtlichen) Ausbruch längst erholt. Der Wald reichte bis zum Gipfel und an den fruchtbaren Hängen wurde Wein angebaut. Am Fuße des Berges und in der Bucht von Neapel entstanden römische Siedlungen. Die Bewohner wussten nichts von dem Vulkan und ahnten nicht, dass sie gefährdet sein könnten.

Völlig unerwartet brach der Vesuv 79 n. Chr. mit einer gewaltigen Explosion aus. Die Bewohner konnten sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Stadt Herculaneum wurde von glühenden Lava- und Schlammströmen völlig vernichtet. Zugleich verschwand die Stadt Pompeji samt tausender Bewohner unter einer bis zu 20 Metern dicken Schicht aus Vulkanasche und Erstarrungsgestein.

Ausgrabungen

Erst 1 600 Jahre später wurden zufällig Überreste der Stadt entdeckt. Durch Grabungen konnten weitere Teile der einstigen Bauten freigelegt werden. Sie waren unter der sie bedeckenden Asche- und Gesteinsschicht erstaunlich gut erhalten (konserviert) geblieben. Heute zählen die Überreste von Pompeji zum Weltkulturerbe und werden jährlich von tausenden Touristen besichtigt.

Ein Bild von den Ruinen von Pompeji
Ruinen von Pompeji

Haben die Menschen daraus gelernt?

Die Umgebung des Vesuv ist heute dicht besiedelt - das Stadtzentrum von Neapel liegt am Randbereich der damaligen Zerstörungen. Selbst die Hänge des Vulkans sind wieder bebaut - in der höchsten Gefährdungsstufe leben ungefähr 600 000 Menschen. Dies trotz ziemlich sicherer, wissenschaftlicher Erkenntnisse, die auf ein Wiedererwachen der Magmakammer des Vesuv hinweisen! Weltweit sind weitere hunderte Millionen Menschen in Gefahrenbereichen von Vulkanen angesiedelt.

Eine Luftansicht von Neapel mit dem Vesuv im Hintergrund und der Küste im Vordergrund.
Neapel mit Vesuv im Hintergrund
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