Hochwasser

Hochwasserkatastrophen sorgen weltweit für große Probleme. Auch Österreich ist sehr oft von Überschwemmungen betroffen.

Arbeitsmittel

Hochwasser in Österreich

Alle großen österreichischen Flüsse sind schon über ihre Ufer getreten. Nicht zu unterschätzen sind die kleinen Wildbäche aus den vielen Seitentälern. Zur Schneeschmelze oder nach starken Regenfällen verwandeln sie sich in reißende Sturzbäche. Wildbach- und Flussregulierungen sind daher eine große Herausforderung für viele Regionen. Viel Geld muss für diese Maßnahmen und zur Schadenswiedergutmachung bereitgestellt werden.

Ein Bild einses überschwemmten Radweges, welche noch durch Straßenlaternen zuordenbar ist, im Hintergrund ein Autostau auf der Brücke.
Hochwasser

Donauregulierung bei Wien

Durch Hochwassergefahr und die sich natürlich ausbreitende Donau konnte sich die Stadt Wien ursprünglich fast nur auf den höheren Terrassen am rechten Donauufer (in Flussrichtung gesehen) entwickeln. Erst 1870 - nach langen Untersuchungen und Überlegungen - wurde eine Regulierung des Flusses in Angriff genommen. Dabei leitete man die Wassermassen zum Großteil in ein neu gegrabenes Hauptbett. Auf dessen linken Seite wurde ein breites Überschwemmungsgebiet naturbelassen. Der bisherige Hauptarm blieb darin als Alte Donau erhalten. Sie ist jetzt ein Binnengewässer (keine Verbindung zum Fluss) und wird nur durch Grundwasser gespeist. Trotz der Regulierung führten große Hochwasser in den Jahren 1897, 1899 und 1954 zu Überschwemmungen.

Man suchte nach Verbesserungen und es kam zur anfänglich sehr umstrittenen zweiten Donauregulierung 1972 bis 1988. Eine 210 Meter breite Entlastungsgerinne (Neue Donau), die bei Hochwasser zusätzliche Wassermengen aufnehmen kann, wurde gegraben. Das Aushubmaterial schüttete man zwischen dem Hauptstrom und der Entlastungsgerinne als langgestreckte Insel (Donauinsel) auf.

Ein Zeichnung der Donau  bei Wien mit Alter Donau, Neuer Donau und der Donauinsel
Die Donau bei Wien mit der Donauinsel

Sie wurde begrünt und seither weitgehend naturbelassen. Sie dient Vögeln, Amphibien, Hasen, Bibern und selbst Rehen als Lebensraum. Der ganze Donaubereich entwickelte sich zu einem bedeutenden und unersetzlichen Naherholungsgebiet der Wiener. Die Bezirke Floridsdorf und Donaustadt jenseits der Donau (Transdanubien) haben eine große Bedeutung für die Stadterweiterung erlangt.

Bis zum heutigen Tag ist Wien aufgrund der Zweiten Donauregulierung von weiteren Überschwemmungen verschont geblieben.

Blick vom DC Tower über Wien in Richtung Nordwest. Von Links nach Rechts: Donau, Donauinsel, Neue Donau und die Donauufer Autobahn im Bereich zwischen Kaisermühlen und Floridsdorf. Im Bildzentrum der Millennium Tower und davor die Brigittenauer Brücke
Die Neue Donau im Vordergrund
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