Sturmkatastrophen

Luftdruckunterschiede werden durch Luftströmungen (Winde) ausgeglichen. Diese Ausgleichsströmungen bewegen sich vom Hoch- zum Tiefdruckgebiet. Je größer die Druckunterschiede sind, desto stärkere Winde treten auf. Stürme und Orkane mit großer zerstörerischer Kraft sind die Folge.

Arbeitsmittel

Einteilung der Winde

Die Stärke der Winde wird durch einen Wert von 0 bis 17 auf der Beaufort Skala angegeben. Null bedeutet Windstille, Stürme weisen Stärke neun auf und ab Stärke zwölf spricht man von Orkanen. Je nachdem wo auf der Erde sie auftreten, haben sie unterschiedliche Namen:

Hurrikans:

bewegen sich meistens im Bereich des Nordatlantiks entlang der amerikanischen Atlantikküste, der Karibik und des Golfs von Mexiko.

Northers:

polare Kaltluft, die sich ausgehend von der Hudson Bay über die Great Plains nach Süden bis in den Golf von Mexiko bewegt. Wenn es dabei zu Temperaturstürzen und dadurch zu heftigen Schneefällen kommt, werden sie als Blizzards bezeichnet.

Zyklone:

sind tropische Wirbelstürme im Indischen Ozean und im Südpazifik von der afrikanischen Ostküste bis nach Australien.

Taifune:

heißen die Wirbelstürme im nordwestlichen Pazifik bis nach Ost- und Südostasien.

Eine verschneite Straße im Schneesturm, mit gelben Pfeilern als Sichthilfe.
Eine Straße im Schneesturm
Das Auge eines Orkans aus dem Weltall forotrafiert
Das Auge des Sturms

Der Großteil der Orkane tobt sich über dem Meer aus, wenn sie aber das Land erreichen, sind große Verwüstungen die Folge. Regelmäßig werden zum Beispiel Siedlungsbereiche der amerikanischen Südostküste durch sie geschädigt. Da die Wirbelstürme große Wassermassen enthalten, kommen zu den hohen Windgeschwindigkeiten auch noch hohe Niederschlagsmengen hinzu. Tornados (span. drehen), die aussehen wie riesige rotierende Trichter, sind oft Begleiterscheinungen der Wirbelstürme. Sie können eine noch größere Zerstörungskraft als die Orkane entwickeln, wovon zum Glück aber nur viel kleinere Gebiete betroffen sind.

Ein Tornado über einer Straße nähe der Stadt Elie im Jahr 2007
Ein Tornado
Bild zeigt Ausschnitt einer Häusersiedlung, welches nach einem Tonrado in trümmern liegt, teilweise komplett zerstörte Häuser und teilweise nur noch Reste der Grundmauern.
Zerstörte Häuser nach einem Tornado

Der Hurrikan Katrina

Im August 2005 hinterließ der Hurrikan Katrina verheerende Spuren in den an den Golf von Mexiko angrenzenden US Bundesstaaten Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida.

Satellitenbild von Hurrikan Katrina
Hurrikan Katrina

Entstehung

Ausgangspunkt war ein Gewittersturm im Bereich der Kapverdischen Inseln vor der Küste Afrikas. Durch Passatwinde wurde er verstärkt und über das zunehmend wärmere Meer westwärts getrieben. Er erreichte als gemäßigter Hurrikan die Bahamas und überquerte in etwa gleicher Stärke Florida. Im Golf von Mexiko gewann er durch die hohen Wassertemperaturen zusätzliche Energie und entwickelte sich zu einem der heftigsten Wirbelstürme die jemals in diesem Gebiet aufgetreten sind.

Darstellung, des Weges des Hurrikan Katrina anhand von farbigen Punkten, eingezeichnet in eine geografische Karte
Weg des Hurrikan Katrina

Schäden

Im Küstenbereich von Mississippi und Louisiana hat in vielen Teilen kein einziges Haus der Wucht des Hurrikans standgehalten. Zusätzlich machten die Sturmflut und starke Regenfälle ganze Wohngebiete dem Erdboden gleich. Die Stadt New Orleans, deren Fläche zu 80 Prozent unter dem Meeresspiegel liegt, wurde bis zu einer Höhe von 7,60 Meter überflutet.

Foto von einem durch die Winde von Hurrikan Katarina umgestürtzen Baumes, unter dem Baum liegen die Trümmer eines zerstörten Wohnwagens.
Schwere Sturmschäden
Laufaufnahme des überfluteten New Orlean
Flut in New Orleans

Aufgrund des herannahenden Sturms mussten einige Millionen Menschen ihre Häuser verlassen - sie wurden evakuiert. Dies bedeutete für die Stadtverwaltung, die Polizei und auch das Militär eine große Herausforderung. Wer die Stadt nicht rechtzeitig verlassen konnte, wurde vorübergehend im Louisiana Superdome Football Stadion untergebracht. Aber selbst dieses hat der Sturm schwer beschädigt und unter Wasser gesetzt, sodass die Menschen abermals gerettet werden mussten. Insgesamt waren 1 833 Todesopfer zu beklagen, der Sachschaden belief sich auf weit über 100 Milliarden Dollar.

Masse an Menschen steht mit wenigem Hab und gut in einer langen Schlange an, um in den Superdome von Louisiana zu kommen.
Menschen fliehen in den Louisiana Superdome

In New Orleans war besonders bestürzend, dass sich nach der Katastrophe Banden bildeten, die plünderten und dabei selbst Krankenhäuser nicht verschonten. Polizei und Militär versuchten verzweifelt, die Lage zu kontrollieren.

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